Archiv der Kategorie: Themenblock I

Schneeballsystem und Ziegenproblem

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Grade kam meine Mutter in unser Wohnzimmer und sah mich frustriert am Laptop sitzen. „Kann ich dir was helfen?“ fragte sie mich. Ich hab geantwortet: „Hm… ich muss noch eine Portfolio-Aufgabe für den [su:k] machen. Den Begriff rausgesucht, getwittert und mit followerpower getaggt hab ich schon. Aber ich kriegs nicht hin, dass in dieses etherpad einzutragen…“ Sie ist ziemlich schnell geflüchtet… 😀

Meine momentane Situation ist damit aber gut beschrieben. Als ich mir die Portfolio-Aufgabe durchgelesen habe, war ich skeptisch. Aber als Twitter-Frischling dachte ich, dass das vielleicht interessant sein könnte. Also gings los. Über die Sooc1314-Seite das Etherpad geöffnet, nochmal nachgegeguckt, dann auf zu Wikipedia und eine zufällige Seite anzeigen lassen, „Aborigine-Missionsstationen“. Nie davon gehört, aber gut. Also schnell getwittert, getaggt mit folloperpower und sooc1314, und hoffen. @rarospirit hat das Ganze auch ziemlich schnell getweetet, aber seitdem war Ruhe.

In der Zwischenzeit habe ich immer wieder versucht, das alles im Etherpad einzutragen. Nachdem ich dann auch mal das für den letzten Onlineworkshop geöffnet hatte, keimten leise Zweifel in mir. Das sah so anders aus…? Außerdem konnte ich für die Twitteraufgabe machen was ich wollte, mein kurzer Beitrag im Etherpad verschwand immer wieder. Da ich damit keinerlei Erfahrung habe, habe ich kurzerhand getwittert: vielleicht steh ich auf der leitung, aber wie geht das mit dem #etherpad? muss ich irgendwo speichern? #sooc1314

Relativ schnell kam auch eine Antwort, dass ich nicht speichern müsse, sondern dass das automatisch passiere. Nun, bei mir ja nicht… Heute bin ich dann des Rätsels Lösung etwas näher gekommen: Ich vermute, dass es ein falscher Link ist, zum Etherpad vom letzten SOOC. Hier mal ein Screenshot, wie das bei mir aussieht:

screenshot etherpad twitteraufgabe

Da fiel mir dann auch auf, dass wir für diese Portfolio-Aufgabe gar nicht WIKIPEDIA nutzen sollten, sondern ZUM-WIKI… ok 😀 also ein Teil war zumindest eigene Blödheit. Ich habe vorhin das ZUM-Wiki noch getestet, dabei bin ich auf das Ziegen-Problem gestoßen. Soweit ich es verstanden habe, geht es dabei um Wahrscheinlichkeit. Ich habe aber auch das nochmal getwittert. Mal sehen, ob es da bessere Ergebnisse bringt. Beim ersten Versuch kam ja außer einem Retweet nicht viel raus.

Für mich war das Ganze eine interessante Erfahrung, um noch mehr mit Twitter in Berührung zu kommen. Es ist sicher auch hilfreich, wenn man viele Follower hat, die den Tweet lesen und weiterleiten, ähnlich wie bei einem Schneeballsystem. Aber grade bei „Randthemen“, die sehr speziell sind, finde ich das Vorgehen nicht sehr zielgerichtet. In solchen Fällen ist es eher Glückssache, ob die Frage ihren Weg bis zu jemandem findet, der sie beantworten kann. Aber vielleicht belehrt mich ja auch das Ziegenproblem eines Besseren 😉

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Ich wäre allerdings echt dankbar, wenn mich mal jemand über das Etherpad aufklären könnte. Lag’s an mir, oder war es ein alter Link? Das müsste doch aber nicht nur mir auffallen? Oder wars vielleicht ganz was anderes?

Mit dieser offenen Frage starte ich nun morgen in den nächsten Themenblock, bei dem es um persönliche und rechtliche Voraussetzungen fürs Konsumieren und Produzieren im Internet geht. Das klingt auf jeden Fall spannend, und bringt sicher auch wieder viele interessante Erkenntnisse! Vielleicht erfahre ich ja am Dienstag im Onlineworkshop auch, ob ich das Ziegenbild oben überhaupt hätte nutzen dürfen. Zum Schluss auf jeden Fall noch die Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenproblem (als gemeinfrei veröffentlicht)
Urheber: Cepheus

In diesem Sinne: auf zum nächsten Themenblock!

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Meine persönliche Lernumgebung (PLE)

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Digitale Zweitgeburt?

Nach einiger Zeit – die mir erschreckend lang vorkam – der Internet-Abstinenz (nicht freiwillig, nebenbei bemerkt…) bin ich also pünktlich wieder online, wenn der erste Expertenvortrag des SOOC1314 über die Bühne geht. Mein Internet ist zwar nach wie vor ein Sorgenkind, aber das Wesentliche habe ich doch mitbekommen, sogar ein bisschen mitdiskutieren war drin.

Die heutige Expertin: Anja C. Wagner von ununi.tv über Lernen 2.0, hier gehts auch nochmal zum Mitschitt der Live-Session.

Was bei mir vor allem hängen geblieben ist: die Notwendigkeit der Vernetzung, heute mehr denn je. Jeder von uns weiß etwas, jeder hat Expertenwissen auf irgendeinem Gebiet, egal wie klein es auch sein mag. Da gehe ich auch vollkommen mit der Expertin mit. Und natürlich ist die Sichtbarkeit der jeweiligen Knotenpunkte im Netzwerk wichtig, die jeweiligen Mitglieder müssen also auf sich aufmerksam machen, auf die ein oder andere Weise. Nur bin ich persönlich wohl eher einer der auch erwähnten Menschen, die sich vor allzu viel Sichtbarkeit scheuen. Der Gedanke, dass alles im Internet bleibt, was ich zur Verfügung stelle, und theoretisch auch in 50 Jahren noch abgerufen werden kann, stimmt mich einigermaßen mulmig. Ich bin zwar durch den SOOC1314 mittlerweile recht überzeugt vom Nutzen der sozialen Medien für die Hochschule und das Berufsleben, aber für mein Privatleben spielen soziale Medien nach wie vor eine eher marginale Rolle.

Wichtig bei Ideen wie der von ununi.tv ist auch der Konnektivismus. Was ist das denn nun wieder…? Wenn ich tief im Gedächtnis krame, stoße ich da auf das Thema Lehr-/Lernmethoden, dass in einem Modul meines Studienganges gleich im ersten Semester aufkommt. Damals hat mich das ziemlich frustriert, schließlich studiere ich nicht mal Lehramt. Aber man will ja schließlich immer dazu lernen. Also, Konntektivismus. Im wesentlichen ist diese Methode für mich dadurch gekennzeichnet, dass der Lernende als vernetztes Individum im Mittelpunkt steht. Wichtig ist dabei, dass man sich nicht nur mit anderen Lernenden vernetzen kann, sondern im Netzwerk bilden beispielsweise Bücher, Internetforen, Radiosendungen und und und ihre Knoten. „Wissen ist wissen wo’s steht.“ Das könnte man vermutlich als Maxime des Konnektivismus annehmen, oder zumindest „Wissen ist wissen, wer weiß, wo’s steht.“

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Aber zurück zur Sichtbarkeit im Knotennetzwerk. Damit Konnektivismus in der Praxis funktionieren kann, muss man erstmal vernetzt sein. Bei einem Experiment auf Twitter sollten wir genau das testen: ob und wie Konnektivismus praxistauglich ist. Also schnell Wikipedia geöffnet, einen zufälligen Artikel öffnen lassen und den Begriff an die #followerpower weitergereicht. In meinem Fall war das „Aborigine-Missionsstationen“. Gut, darunter kann ich mir zumindest vage etwas vorstellen. Mein Problem ist und war eher folgendes: wenn ich kaum follower habe, was bringt mir dann die followerpower? Klar, wer den tweet liest, kann ihn für seine follower retweeten, wie es beispielsweise @rarospirit dankenswerterweise gemacht hat. Das erhöht natürlich die Chance, jemanden zu erreichen, der sich mit dem Thema auskennt. Aber hundertprozentig überzeugt bin ich zumindest von diesem Teilaspekt nicht.

Auch die Öffentlichkeit bereitet mir nach wie vor Kopfzerbrechen. Es ist mir schon klar, dass jeder wissen möchte,  mit wem er es zu tun hat, auch im digitalen Bereich. Im Bereich des SOOC1314 will ich aber eher erstmal die Möglichkeiten testen können, mit der Freiheit, nicht unter meinem Klarnamen agieren zu müssen. Wobei mir auch klar ist, dass man den mit etwas Aufwand ziemlich schnell rausbekommt… Aber grade mit Fotos bin ich doch vorsichtig. Nicht nur wegen dem Urheberrecht, um das Problem zu vermeiden, benutze ich fast nur eigene Bilder. Auch die Creative Commons Lizenzen erschließen sich mir nicht wirklich. Aber zum Thema Rechtliches im Internet soll ja auch noch Input beim SOOC1314 kommen. Mein Problem mit Fotos allgemein ist eher die Privatsphäre. Was noch in Ordnung ist und was nicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich könnte jedenfalls nicht ruhigen Gewissens die Bilder meines Sohnes für alle sichtbar bei Facebook hochladen oder gleich ganz frei ins Internet stellen, oder jedes noch so langweilige „Event“ in meinem Leben mit einem Post bei Twitter honorieren.

Aber ich schweife ab. Fakt ist, dass diese digitale Zweitgeburt mir zuwider ist, und ich nur Dinge veröffentlicht sehen will, hinter denen ich stehe und für die ich mich aller Voraussicht nach nicht irgendwann schäme. Solange man soziale Medien reflektiert und verantwortungsvoll nutzt, sollte das meiner Meinung nach auch kein Problem darstellen.

Also, als Fazit: konnektivistisch sein, die neuen Medien bewusst für seine Zwecke einsetzen und sich dabei selbst treu bleiben. Das sollte ja zu schaffen sein 😉 Und wenn man nicht grade einen Begriff wie „Aborigine-Missionsstationen“ hat, bekommt man mit der #followerpower vielleicht sogar Unterstützung…

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Erste Onlinesession? Check!

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Zwei Tage nach der ersten Onlinesession im SOOC 1314 ist wieder mal Zeit für einen Zwischenstand. Zwar hat sich während der Sitzung im AdobeConnect kurzzeitig mein Laptop geweigert, unser Internet zu verwenden, aber nach einem Neustart ließ er sich doch noch überzeugen. Glücklicherweise wird die Veranstaltung ja aufgezeichnet, sodass ich mich nicht zu sehr geärgert habe 🙂 Vom „Kanal“ AdobeConnect selbst bin ich gelinde gesagt begeistert! Und auch der Fakt, dass man zu Hause gemütlich irgendwo sitzen und lernen kann, statt sich in überfüllte Hörsäle zu quetschen, ist nicht zu verachten. Einziger Wermutstropfen: Andreas Kekse, die wir im Präsenzworkshop sofort lieben gelernt haben, waren natürlich auch nur virtuell verfügbar 😉 Zum Glück hatte ja Herr Fuchs vorgesorgt. Nur abgegeben hat er nicht…

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Insgesamt war der Onlineworkshop – soweit es mich betrifft – eher eine Art Familienaktion als einsames Vor-sich-hin-muddeln. (Ich hoffe, dass sich jetzt kein Nicht-Sachse ausgegrenzt fühlt 😉 Aber die Synonyme, die mir im Moment einfallen, sind auch nicht besser… Wer es besser beschreiben kann, hinterlässt bitte nen Kommentar :D) Bis jetzt geht der MOOC-Ansatz also für mich auf.

Richtig los gehts dann am Montag, nachdem wir uns ja bisher eigentlich mehr mit den technischen und organisatorischen Basics beschäftigt haben. In den kommenden zwei Wochen wird Lernen und Lehren 2.0:
(Lern-)Theorien und Gestaltungsansätze unser Thema sein. Dass als Konzept eher der Konnektivismus zugrunde liegt, wurde ja schon beim allerersten Treffen erwähnt und ist irgendwie auch ziemlich logisch 😉 hier gehts zu einem wunderbaren Artikel über Konnektivismus in Verbindung mit MOOCs, bei dem auch Kritik zur Sprache gebracht wird. WEr sich dann noch weiter damit befassen möchte, kann sich ja mal die genannten Quellen näher ansehen…

Ich selbst bin schon recht neugierig, in welche Richtung am Montag die Impulse unserer Gastgeberinnen gehen werden, und wie die eigentliche Arbeit im SOOC dann wird. Im Moment machen wir uns alle ja erstmal warm 😉 Und schon jetzt verbringe ich wesentlich mehr Zeit am PC als erst. Aber wenn auch alle ständig so interessante Sachen  twittern und posten… Henrys Post vom 6. November beispielsweise gibts hier. Er verweist auch auf eine Präsentation, die schon mal erste Fragen des Urheberrechts beantwortet. Persönlich finde ich es ja ziemlich spannend zu sehen, wie andere sich mit dem Thema MOOCs auseinander setzen und ihre ersten Schritte bei twitter, wordpress und co. wagen. Und um zum Schluss nochmal einen Kommentar wieder aufzunehmen: Oma will sich demnächst mal die Aufzeichnung vom Onlineworkshop vom Dienstag ansehen, weil sie das Konzept des MOOCs spontan richtig gut fand. Nur in ordentlichen deutschen Worten erklären, was ein MOOC und Social Media sind, kann ich immer noch nicht 😀 Das wäre vielleicht auch noch mal was zum Kommentieren, danke!  

Ein erstes Fazit

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Kurz bevor es morgen Abend mit der ersten Onlinesession des SOOC 1314 weitergeht, eine erste Bilanz. Ich bewege mich nun eine Woche recht aktiv hier und auf twitter. Die Resonanz ist erstaunlich. Ich hätte erwartet, dass sich das Ganze eher schleppend anläuft, und dass es dauert, bis alle SOOC-Teilnehmer sich orientiert haben. Aber ich konnte schon den ersten anderen Bloggern folgen, und beim mehr oder weniger zufälligen Klick auf die Statistik-Seite von WordPress war ich doch einigermaßen erstaunt, dass mein Blog nach einer knappen Woche auf fast hundert Klicks kommt… Und auch mit twitter komme ich überraschend gut zurecht, auch wenn ich ehrlich gesagt meine Anwendung fürs Handy bevorzuge 🙂 Alles in allem bin ich gespannt, ob ich die Sitzung morgen im Adobe Connect auch ohne technische Störung überstehe, und wie diese Online-Geschichte abläuft. Als Beinahe-Dresdner war der erste Workshop für mich ja noch ganz „gewöhnlich“ und live… Morgen Abend ist zumindest fest vorgemerkt, und Herr Fuchs hat auch schon die Verpflegung organisiert. Da sollte eigentlich nichts schiefgehen können …

Auf gehts!

Auf gehts!

Herr Fuchs geht auf Entdeckungstour im SOOC1314

SOOC1314 startet – endlich :D

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SOOC 1314 – gestern ging es nun endlich los.

Nach anfänglicher Skepsis meinerseits bei der Entdeckung der Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis überwog dann doch die Neugierde. Meine spontane Antipathie in Richtung: Twitter?! Blog?!! konnte ich schnell beiseite drängen – ich habe beschlossen, den SOOC einfach als Chance zu begreifen, Social Media mal etwas näher kennen zu lernen. Die Auftaktveranstaltung hat mich denn auch bestärkt: junge und engagierte Gastgeberinnen und eine recht heterogene Teilnehmergruppe; das alles hat bei mir den Eindruck geweckt, nicht grade in eine Horde von Technikfreaks geraten zu sein. Die meisten hatten so viel Ahnung von MOOCs und dem drumherum wie ich – eigentlich keine… Aber das wird sich ja demnächst ändern… Ich bin schon sehr gespannt, wie alles laufen wird, und ob ich meine eigenen Erwartungen erfüllen kann. Auf gehts!